//Wolfgang Bittner und Willy Wimmer in Berlin
Wolfgang Bittner04 Okt 2017
Buchvorstellung und Diskussion

Wolfgang Bittner und Willy Wimmer in Berlin

  • 19.00
  • http://www.babylonberlin.de/

Die Eroberung Europas durch die USA

Die USA sind der bestimmende Faktor der politischen Entwicklung im Osten Europas. Seit langem
bereiten sie mit geheimdienstlichen Mitteln Umstürze vor, beeinflussen die zentralen Medien und
entkernen die Souveränität europäischer Staaten. Die verhängnisvolle
Einflussnahme der US-amerikanischen Regierung auf die zentralen Medien und die Politik
Europas schildern und analysieren Staatssekretär a.D. Willy Wimmer und der Schriftsteller und
Jurist Dr. Wolfgang Bittner kenntnisreich in ihren Büchern „Die Akte Moskau“ und „Die Eroberung
Europas durch die USA“.
Bereits 1961 warnte der US-Präsident und ehemalige Generalstabschef der Armee, Dwight D.
Eisenhower, vor den verhängnisvollen Verflechtungen und Einflussnahmen des
„militärisch-industriellen Komplexes“ auf die Politik der USA. „Das Potenzial für die katastrophale
Zunahme fehlgeleiteter Kräfte ist vorhanden und wird weiterhin bestehen“, sagte Eisenhower. „Wir
dürfen es nie zulassen, dass die Macht dieser Kombination unsere Freiheiten oder unsere
demokratischen Prozesse gefährdet.“
Wie recht Eisenhower hatte und wie sehr die destruktive „Macht dieser Kombination“ die Wirklichkeit
bestimmt, wird deutlich, wenn wir uns die gegenwärtige politische Weltlage ansehen. Wohin
wir auch blicken: Konflikte, fortschreitende Verschärfung der sozialen Verhältnisse, Chaos, Gewalt,
Kriege, zumeist verursacht von den USA oder unter deren maßgeblicher Beteiligung.
Daran hat sich auch nach dem Regierungswechsel in Washington und der Ablösung einer
mafiös-elitären Politiker-Kaste durch eine andere, elitär-kapitalorientierte Interessengruppe erst
einmal nichts Wesentliches geändert. Die Präsidentschaftswahlen in den USA im November 2016,
die demokratische Gepflogenheiten weit verfehlten, brachten einen von den führenden westlichen
Politikern und ihren Leitmedien verabscheuten und über Monate hinweg verteufelten Kandidaten
ins Weiße Haus: Den polternden Donald Trump. Allerdings hatte er versprochen, das Verhältnis zu
Russland zu verbessern, was Empörung und Widerstand unter seinen Gegner hervorrief.

Spätestens im März 2017 zeigte sich, dass die von Donald Trump ausgehenden Signale
widersprüchlich, regellos, teilweise wirr und chaotisch sind. Hinzu kommt, dass es in seinem Stab
unter den zum Teil konservativ-reaktionären Ministern und Beratern starke Kräfte gibt, die an der
NATO-Politik Obamas und seiner Vorgänger festhalten wollen. Dagegen wird Trump – so war von
Anfang an zu befürchten – wenig ausrichten können, zumal er selber die weltpolitische Situation
offensichtlich nicht einzuschätzen vermag. Die weitere Richtung scheint vorgegeben zu sein: Im
Verhältnis zu Russland hat sich durch den Regierungswechsel von Obama zu Trump zunächst
nichts zum Positiven geändert, im Gegenteil, die NATO wird noch mehr aufgerüstet.
Und im Hinblick auf den Iran und China hat sich die Lage verschlechtert.
Die Einstellung Trumps und seiner Regierung zu Russland wird schließlich längerfristig zeigen,
wohin der Weg führt, zunächst vor allem hinsichtlich der Krisen in Syrien, dem Irak und in der
Ukraine. Manches lässt bedauerlicherweise nicht darauf schließen, dass Trumps Denken und
seine Ziele primär dem Frieden in der Welt gelten, auch wenn er davon spricht. Vielmehr steht über
allem seine Botschaft: „America First!“, und es hat den Anschein, dass ihm dieser nicht durch
Ethik, Moral oder Vernunft gezügelte „Patriotismus“ Macht und Mehrheit in seiner Partei, im
Kongress und in der Wirtschaft sichern soll, auch in Kreisen des militärisch-industriellen
Komplexes, der Waffen-, und Bankenlobby und in der verarmten, verunsicherten Bevölkerung, die
ihn gewählt hat.
Die Situation ist und bleibt unübersichtlich und brandgefährlich. Willy Wimmer und Wolfgang
Bittner werden unter anderem auf die Zuspitzung des Konfliktes mit Russland und die aktuellen
Entwicklungen unter Präsident Trump eingehen.

Eintritt 12,00 Euro

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