//Ulrich Teusch beim 29. Heidelberger Symposium
Ulrich Teusch12 Mai 2017
Diskussion

Ulrich Teusch beim 29. Heidelberger Symposium

  • 11.00
  • Heidelberger Symposium

Zustand der Medienlandschaft Deutschlands

Für eine demokratische Gesellschaft ist die Presse als Vierte Gewalt unabdingbar, da sie als Bindeglied zwischen Politik und Bevölkerung vermittelt und im Zuge dessen maßgeblich zur Meinungsbildung beisteuert. Politische Akteure können die Medien als Kanal nutzen, um der Bevölkerung Botschaften zu übermitteln. Umgekehrt können die Medien öffentlichen Debatten eine Plattform bieten und so einen Diskurs ermöglichen. Außerdem ist es Aufgabe der Presse, die Bevölkerung mit wahrheitsgemäßen Nachrichten über das Tagesgeschehen zu versorgen. Um diesen verantwortungsvollen Aufgaben gerecht zu werden, muss die Presse besonders vor Übergriffen durch den Staat geschützt werden. Die Unabhängigkeit der Presse durch den Schutz der Pressefreiheit ist in Deutschland deshalb schon im Grundgesetz verankert (GG, Art. 5). Doch der Schutz der Pressefreiheit durch das Grundgesetz alleine reicht heute nicht mehr aus, um die Freiheit der Presse zu gewährleisten. Sie ist zum Beispiel viel zu oft den Kräften des freien Marktes unterworfen und dementsprechend gezwungen, ökonomisch zu handeln, um ihr Fortbestehen auch in Zeiten des Internets zu sichern. Außerdem fordern sinkende Auflagenzahlen eine Fokussierung auf Sensationsberichte und Artikel mit hohem Unterhaltungswert. Abgesehen von den vielfachen Beeinflussungen der Medien durch Werbekunden, Auflagenzahlen, Verlegerinteressen etc. scheint ihre Qualität durch die Verkleinerung des abgebildeten Meinungsspektrums zusätzlich bedroht. Dabei ist das Abbilden eines breiten Meinungsspektrums essentiell, um die Meinungsbildung der Rezipienten anzuregen. Besonders die Berichterstattung in Bezug auf die Flüchtlingskrise hat die Befürchtung aufgeworfen, dass die Medien die öffentliche Meinung gezielt in eine Richtung beeinflussen und dadurch das Meinungsspektrum einschränken. Zusätzlich wurde hierdurch die Frage aufgeworfen, wie emotional eine seriöse Berichterstattung sein darf. Gegenstand unserer Podiumsdiskussion soll deshalb zum einen die Frage sein, wie pluralistisch die deutsche Medienlandschaft aktuell ist und zum anderen, ob das Leiten der Öffentlichen Meinung durch die Presse in manchen Fällen sogar wünschenswert ist, wenn es zum Beispiel um die Erhaltung des gesellschaftlichen Friedens geht.

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