//Fiasko Afghanistan – Vom Scheitern humanitärer Hilfe: Emran Feroz in Tübingen
Emran Feroz15 Jul 2022
Gespräch

Fiasko Afghanistan – Vom Scheitern humanitärer Hilfe: Emran Feroz in Tübingen

  • 19:30
  • Stiftung Weltethos, Eisenbahnstraße 1, 72072 Tübingen
97838648932851

Buchcover – Emran Feroz, Der längste Krieg

Verzweifelte Menschen stürmten in der afghanischen Hauptstadt Kabul den Flughafen und hängten sich an startende Flugzeuge. Millionen Menschen sahen zu – und konnten doch nicht helfen. Inzwischen ver-langen nicht minder dramatische Bilder aus der Ukraine nach unserer Aufmerksamkeit. Und auch dieses Mal fühlen wir uns wieder ziemlich hilflos. Warum ist das so? Welche Fehler haben wir in Afghanistan ge-macht und machen sie offensichtlich immer wieder? In Syrien, im Irak, in Mali – und an vielen anderen, vergessenen, Orten.

Wie konnte es in Afghanistan zum Scheitern der von den USA geführten Militärintervention kommen und was ist für das Fiasko verantwortlich in einer Gesellschaft, die nun wieder um Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte zurückgeworfen scheint? Haben die Staaten, die sich in Afghanistan engagierten und die dem Land eine Demokratie nach westlichem Muster bringen wollten, nur strategisch versagt oder haben sie die afghanische Gesellschaft überhaupt nie verstanden?Die so oft proklamierten Werte des Westens haben sich angesichts dieser Fragen jedenfalls nicht als stabile Grundlage für globales politisches Handeln erwiesen. Ist vor diesem Hintergrund nicht eine strikte Nicht-einmischung der bessere Weg, um internationale Kriege und Konflikte einzudämmen? Oder lassen sich aus dem Scheitern der ausländischen Hilfe Lehren ziehen, die Hilfswillige nicht zur Hilflosigkeit verurteilen?Darüber werden die Journalisten Wolfgang Bauer und Emran Feroz im Saal Eins der Westspitze in Tü-bingen diskutieren. Als vielfach ausgezeichnete Reporter und Autoren (u. a. DIE ZEIT, STERN, TAZ, NEW YORK TIMES) halten sie sich regelmäßig in Afghanistan auf und kennen dort nicht nur die Millionenstadt Kabul, sie pflegen auch in den Provinzen des Landes zahlreiche Kontakte zu Menschen unterschiedlichster politischer und religiöser Überzeugung. Beide haben Islamwissenschaft studiert und wissen daher die ge-genwärtigen Entwicklungen verlässlich einzuordnen. Die Diskussionsleitung liegt in den Händen von Uwe Bork, ehemaliger Leiter der Fernsehredaktion ‚Religion, Kirche und Gesellschaft‘ des SWR.

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