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Pressemitteilung zur Buchvorstellung von „Das Gift und wir“

„Das Gift und wir“: Wie der Tod über die Äcker kam und wie wir das Leben zurückbringen können

Pressemeldung vom 5.10.2020

Pestizide finden sich überall: im Trinkwasser, im Gemüse, im Obst, im Getreide, in der Milch, im Bier – und in uns selbst: im Gewebe, im Urin, in der Muttermilch. Fast überall finden wir die giftigen Hinterlassenschaften der industrialisierten Landwirtschaft, die Rückstände der synthetischen Pestizide. Es ist höchste Zeit, das Gift von den Äckern zu verbannen und wieder mit der Natur und dem Leben zusammenzuarbeiten, forderten die Herausgeber Mathias Forster und Christopher Schümann von der Bio-Stiftung Schweiz bei der Vorstellung ihres Buches „Das Gift und wir“ zusammen mit der Politikerin Renate Künast am 5.10. in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin.

Die ehemalige Landwirtschaftsministerin Renate Künast benannte als Buchpatin die entscheidenden Punkte: „Die Frage lautet doch, wie nennen wir es: Pestizide oder Pflanzenschutzmittel? Aus welchem Blickwinkel betrachten wir sie: Schauen wir nur auf die kurzfristigen Erträge in diesem Jahr oder auf nachhaltig gute Böden, die unsere Ernährung in der Zukunft ermöglichen? Schauen wir nur auf die kurzfristige Reinigung des Ackers von um Nährstoffe konkurrierenden Pflanzen oder schauen wir uns die gesamte Produktion an, bis hin zur Gesundheit der Kinder?“

Mathias Forster, Geschäftsführer die Bio-Stiftung, sagte: „Wir Menschen haben die Landwirtschaft industrialisiert und so abhängig gemacht von diesen Giften, dass viele glauben, ohne ginge es nicht. Das ist ein fataler Irrglaube!“ Die biologische Landwirtschaft beweise jeden Tag, dass gesunde Lebensmittel ohne den Einsatz synthetischer Pestizide in ausreichender Menge und besserer Qualität hergestellt werden können. Ähnlich formulierte es Schümann, Mitinitiator des Bodenfruchtbarkeitsfonds der Bio-Stiftung Schweiz: „Wer das Buch aufmerksam und vorurteilsfrei gelesen hat, der kann eigentlich nicht mehr ernsthaft behaupten, dass für die Ernährung der Menschheit synthetische Pestizide nötig sind.“

Wenn wir dafür sorgen wollen, dass sich auch die zukünftigen Generationen noch gesund ernähren können, ist eine Agrarwende unabdingbar. Darin sind sich sämtliche Autorinnen und Autoren von „Das Gift und wir“ einig. Mitgeschrieben haben an dem Buch mehr als dreißig renommierte Expertinnen und Experten aus aller Welt, u.a. Prof. Dr. Vandana Shiva, Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Dr. Peter Clausing, Prof. Dr. Christopher J. Portier, Dr. Tanja Busse, Dr. Hans Rudolf Herren, Bernward Geier und André Leu.

Sie zeigen, wie die synthetischen Pestizide zur Bedrohung wurden und wie es ohne sie weiter gehen kann – und muss. Oder, wie Renate Künast es formulierte: „Dieses Buch hat die Sprengkraft von Rachel Carsons ‚Stummer Frühling‘ und ist ein Meilenstein für das Ende des Pestizidzeitalters.“

Weitere Informationen zum Buch unter http://www.dasgiftundwir.ch/#dasbuch.

Videomitschnitt der Buchvorstellung auf dem Westend-Youtube-Kanal.

Mathias Forster

Mathias ForsterMathias Forster, geboren 1973 in Aegerten bei Biel, war nach seiner kaufmännischen Ausbildung viele Jahre in internationalen Unternehmen tätig und Mitgründer und Geschäftsführer der Schweizer Trigon Stiftung, die er bis 2017 geleitet hat. Von 2009 bis 2018 war er zudem Stiftungsrat und Geschäftsführer der Asta Blumfeldt-Stiftung. Er hat den Bodenfruchtbarkeitsfonds der Bio-Stiftung Schweiz mitgegründet und ist Vorsitzender der Projektleitung. Seit 2017 ist er als Stiftungsrat und Geschäftsführer der Bio-Stiftung Schweiz tätig.

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