Über das Buch

Die Frage, ob wir unsere Organe zur Spende freigeben möchten, hat tiefgreifende Folgen für die Einzelnen wie auch die Gesellschaft und wird doch selten diskutiert – und wenn, dann meist moralisierend. Wenn sie auch schwer ist, weil sie tatsächlich in all unsere Körper eingreift, muss sie doch beantwortet werden. Um einem Körper Organspenden entnehmen zu können, darf dieser nicht tot sein (Bsp. des Erlanger Babys, das im Körper seiner Hirntoten Mutter leben konnte). Kann es also ethisch vertretbar sein, zum Organspenden zu motivieren? Und birgt es nicht vielleicht sogar die Gefahr, dass Organspender möglicherweise schneller für „tot“ erklärt werden? Auf der anderen Seite warten viele Menschen auf ein Spenderorgan, deren Leben nur auf diese Weise gerettet werden kann. Muss es also nicht viel eher sogar als ethisch verpflichtend gelten, das Leben eines anderen Menschen zu retten, wenn das möglich ist?