Über das Buch

Identitätspolitik versteht sich als Befreiungsdiskurs, der bestimmten, marginalisierten Gruppen eine Stimme verleiht und für ihre Rechte kämpft. Es geht grundsätzlich um Fragen der Anerkennung, also darum, wer wie im Politischen auftaucht. Es geht zudem darum, darauf zu verweisen, dass jeder und jede von einem bestimmten Standpunkt aus spricht, der immer mitbedacht werden muss. Die Gefahr einer solchen Konzentration liegt darin, dass diese Frage nach Gleichbehandlung, gerechter Ansprache usw. jeden Raum einnimmt und alle Diskurse bestimmt oder beeinflusst. Ist es so bspw. Aufgabe der Kunst, sich der Identitätspolitik unterzuordnen? Und kann eine solche Politik vielleicht sogar Probleme verstärken, indem sie sie ständig bespricht?