Über das Buch

Der Staat ist Freund und nicht Feind

„Der Staat sind wir“ – ein Plädoyer für ein positives, aber nüchternes Staatsverständnis, gegen alle Staatsromantik, vor allem aber gegen alle Staatsverachtung gedankenloser Radikalliberaler. In den letzten Jahren ist der Staat sturmreif geschossen worden: Ein Monster, das angeblich alles in sich aufsaugen will, das Eigeninitiative erstickt und den Bürger viel Geld kostet. Aber stimmt das? Ist es nicht vielmehr so, dass der Staat etliche Funktionen besser wahrnehmen kann, als es je privatwirtschaftlich zu organisieren wäre? Gehen nicht die großen Errungenschaften unserer Zeit auf die Grundlagenforschung des Staates, sprich, der Allgemeinheit zurück? Mit der Lektüre des neuen Buches von Peter Zudeick wird klar: Politikverdrossenheit, ungeheure Verschwendung von Steuergeldern, Hilfspakete, Verfassungsorgane außer Rand und Band beruhen eben genau nicht auf zu viel Staat, sondern auf seinem leise, aber unerbittlich betriebenen Abbau zugunsten Weniger.